Zwischen zwei Backsteingiebeln entdeckst du eine Bäckerei, deren Duft bis zur Bushaltestelle reicht. Du hast Zeit, weil dein Rückzug mehrmals stündlich fährt. Der Kuchen schmeckt wie ein Fundstück, warm und krümelig, begleitet vom leisen Glockenläuten. Im Zug zurück bemerkst du, wie angenehm es ist, wenn Planung nicht drängt, sondern trägt. Und du speicherst die Adresse sofort, damit Freundinnen später genau hierhin finden.
Der Wagen rollt aus München, Felder ziehen, Flüsse glänzen. Eine Familie neben dir blättert in einer Wanderkarte, jemand schenkt sich Kaffee ein. Du merkst, wie nützlich eine Reservierung am Samstag ist, und wie gelassen der Tag beginnt. Später in Füssen stehen Berge wie Kulissen, und du weißt, dass die Rückfahrt schon gesichert ist – ein beruhigendes Versprechen im Display, das dir warme Freiheit lässt.
Du lehnst am Geländer, hörst Musik von der Brühlschen Terrasse, und die Elbe färbt sich sanft. Dein Zug fährt spät und häufig, also bleibst du, bis die Laternen glühen. Die digitale Buchung nimmt Druck aus der Zeit, macht den Moment weit. Im Abteil später herrscht Murmeln, eine Reisende zeigt Fotos vom Zwinger. Am Berliner Hauptbahnhof steigst du zufrieden aus, als hättest du mehrere Tage gewonnen.